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17. Juli 2014 um 14:01

Miniplay 14

14 ist ein kleines System, dass gegen eine Manndeckung jederzeit für leichte Punkte sorgen kann. Es ist unkompliziert und ein Kontinuum, dass durchgelaufen werden kann, bis sich ein guter Korbversuch ergibt.

Das System wird damit eingeleitet, dass der Aufbauspieler 14 ruft. Daraufhin positionieren sich die Spieler wie in Bild 1.

Um das System zu starten, gibt der Aufbauspieler das Signal „Go!“ und die Flügelspieler bewegen sich nach außen und bieten sich an. Die Centerspieler laufen nach oben auf Höhe Freiwurflinie. Nun steht man in einer 1-4-Aufstellung und daher der Name 14.

Nun kommt der Pass auf einen der beiden Flügel und der Aufbauspieler cuttet auf derselben Seite durch. Dabei bekommt er einen Block vom Centerspieler. Der Pass auf den durchschneidenden Aufbau ist die erste Option für einen Wurfversuch.

Falls der Aufbauspieler nicht angespielt werden kann läuft er unter dem Korb durch und besetzt die Flügelposition auf der Nicht-Ballseite. Der Flügelspieler auf der linken Seite hat währenddessen schon die Aufbauposition besetzt. Der links stehende Centerspieler setzt sich in Bewegung und nutzt ebenfalls den Block des Centerspielers auf der rechten Seite, um effektiv zum Korb zu cutten. Dies ist die zweite Option.

Sobald der erste Centerspieler durchgelaufen ist, bietet sich der andere Center an um entweder den Wurf zu nehmen oder selber zum Korb zu gehen. Dies ist die dritte Option.

Falls keine der drei Optionen einen Korbversuch ermöglicht hat, laufen die Centerspieler einfach unter dem Korb durch und stellen sich wieder auf ihre Positionen in der 1-4-Aufstellung. Die 24 Sekunden reichen normalerweise für zwei Durchläufe und spätestens dann sollte ein leichter Korb entstanden sein.

Kategorie: Spielformen – Autor: kd

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10. Juli 2014 um 13:56

Miniplay 3er

Bei diesem kleinen System geht es darum einen freien 3er für den besten Werfer des Teams zu kreieren. Dieser Spieler steht auf der linken Flügelposition und ist in der Graphik mit rot markiert. Gestartet wird aus der Basketball Grundaufstellung und mit einem Pass auf den rechten Flügelspieler. Nach dem Pass cuttet der Aufbauspieler durch und erhält einen Block des Centerspielers, der dafür auf den High Post hochkommt. Dieses Give and Go ist die erste Option für leichte zwei Punkte. Meist wird das jedoch gut verteidigt und das primäre Ziel des Systems ist ja der freie Dreier für den Schützen. (Bild1)

Nachdem der Aufbauspieler durchgecuttet ist positioniert er sich in der linken Ecke des Spielfelds. Während der Flügelspieler auf der rechten Seite den Ball hält läuft der Center auf dem High Post runter zum anderen Center in den Low Post. (Bild2)

Die beiden Big Man, die sich nun im Low Post befinden stellen dort einen Doppelblock für den Schützen der durchcuttet und versucht seinen Mann loszuwerden. Durch den Doppelblock erhöht sich die Wahrscheinlichkeit das der Verteidiger des Schützens daran hängenbleibt oder ein größerer Abstand entsteht, was dem Werfer mehr Platz und Zeit für den Wurf in der rechten Ecke ermöglicht. (Bild3)

Ist der Schütze in der rechten Ecke angelangt kommt der Pass vom Flügelspieler und der freie Dreier ist da. Falls der Dreier nicht offen ist, gibt es weitere Anspielstationen. Der Center läuft zurück zum High Post und der Aufbau kommt aus der linken Ecke wieder auf seine Position gelaufen. Beide Spieler sind meistens anspielbereit. (Bild4)

Dieses System eignet sich vor Allem, wenn man unbedingt drei Punkte braucht oder vor der Halbzeit nochmals rankommen will, sollte aber keineswegs zu oft gespielt werden, da der Gegner das System schnell durchschaut und der Dreier bei jeder weiteren Anwendung des Plays besser verteidigt wird. Außerdem ist das System nur gegen eine Manndeckung anwendbar, da der Doppelblock gegen eine Zone keine Wirkung hat.

Kategorie: Spielformen – Autor: kd

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3. Juli 2014 um 13:50

Miniplay Horns

Bei diesem kleinen System kommen die beiden Center hoch an die Birne der Dreierlinie und stellen dem Aufbauspieler auf beiden Seiten einen Block. Das gibt dem ballführenden Spieler die Möglichkeit sich die Seite auszusuchen, über die er das Pick and Roll spielen will. Dieses Pick and Roll ist die erste Option zum Punkten. Der Center, dessen Block nicht genutzt wird bleibt oben an der Birne stehen um angespielt werden zu können, falls es zu keinem Korbversuch kommt. (Bild1)

Der Ball wird geswingt auf den linken Flügel, während der Center, der das Pick and Roll gespielt hat durchläuft um die Position in der linken Ecke einzunehmen. (Bild2)

Nach dem Pass zum linken Flügel folgt der Centerspieler dem Pass und stellt dort einen Block für das zweite Pick and Roll. (Bild3)

Der Pass zum abrollenden Center ist die zweite Option für einen Ausstieg aus dem System. Wichtig ist, dass die anderen Spieler sich bewegen und jederzeit für einen Pass bereit sind. Sie füllen die Lücken auf, indem sie mit der Ballbewegung rotieren. Der Cut des Spielers aus der rechten Ecke unter dem Korb durch ist meistens sehr gefährlich und ebenfalls eine gute Möglichkeit für einen Korbversuch. (Bild4)

Das System zeichnet sich vor Allem durch seine Effektivität aus und ist zudem sehr simpel zu erlernen. Teams mit guten Aufbau und Centerspielern dürften dadurch zu leichten Punkten kommen, da der Erfolg von Horns vorrangig von der Qualität der Pick and Rolls abhängt. Es ist äußerst wichtig saubere Blocks zu stellen und diese auch effektiv zu nutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man Horns sowohl gegen eine Zonenverteidigung (3/2-Zone) als auch gegen eine Manndeckung spielen kann.

Kategorie: Spielformen – Autor: kd

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26. Juni 2014 um 22:44

Wurftechnik

Eine gute Wurftechnik ist der erste Schritt, um zu einem gefährlichen Scorer zu werden. Durch ein treffsicheres Werfen ist der Verteidiger gezwungen, permanent hochkonzentriert und nah am Angreifer zu verteidigen. Es ermöglicht einem nicht nur mehr Punkte durch Würfe zu erzielen, sondern erleichtert auch die Penetration. Außerdem ist ein Shooter äußerst effektiv gegen eine Zonenverteidigung und ein Alptraum für das gegnerische Team, wenn er einmal heißläuft. Doch um dahin zu kommen, benötigt es viel Arbeit und die korrekte Technik.

Die Ausgangsposition

Die Füße sollten Schulterbreit sein und parallel zum Korb zeigen. Es ist üblich, dass der Fuß auf der Wurfarmseite ein klein wenig weiter vorne steht, doch vor Allem sollte es sich komfortabel anfühlen. Die Knie sind nicht durchgedrückt, sondern leicht gebeugt und entspannt. Die Augen sind fest auf das Ziel gerichtet und der Ball wird locker in den Händen gehalten, während die Wurfhand so positioniert wird, dass ein schneller Wurf möglich ist.

Die Wurfbewegung

Die Kraft für den Wurf wird aus den Beinen genommen. Deshalb beginnt jede Wurfbewegung in den Beinen. Durch leichtes Beugen der Knie wird Schwung geholt um anschließend gerade hochzuspringen. Währenddessen wird der Ball nach oben geführt, wobei der Ellenbogen des Wurfarmes direkt unter den Ball geführt wird. Die andere Hand dient nur als Stütze und hat keine Einwirkungen auf die Flugkurve des Balls. Sobald der Werfer unter dem Fenster, dass seine Arme und der Ball bilden hindurch schauen kann, wird der Wurfarm gestreckt und das Handgelenk locker abgeklappt. Dieser Vorgang sollte sich kurz vor dem höchsten Punkt in der Luft abspielen. Die Finger zeigen zum, während die Stützhand unverändert in der Luft verharrt. Nach dem Landen möglichst genau an der Absprungstelle, bleibt der Wurfarm mindestens solange stehen, bis der Ball den Ring berührt.

Auf was noch zu achten ist

Wichtig ist außerdem, dass der Ball immer vor dem Kopf ist. Im Optimalfall bildet der Unter- und der Oberarm des Wurfarmes ein 90°-Winkel. Eine flache Flugkurve verringert die Trefferquote, deshalb lieber ein bischen höher werfen. Zusätzlich sollte der Ball einen perfekten Rückwärtsdrall haben, sobald er die Hand verlässt. Dies wird durch sauberes Werfen ausschließlich mit der Wurfhand und durch das Abklappen des Handgelenks erreicht.

19. Juni 2014 um 22:43

Timeout

Das Timeout ist neben der Auswechslung und den Pausen die einzige Möglichkeit für den Trainer das Spielgeschehen zu beeinflussen. Da man nur eine begrenzte Anzahl von Auszeiten hat, zwei in der ersten Halbzeit und drei in der zweiten, sollten sie gut überlegt und zu taktisch sinnvollsten Zeitpunkt eingesetzt werden.

Was bei Timeouts zu beachten ist

Ganz wichtig ist, dass sich der Trainer bereits vorher überlegt, was er dem Team sagen möchte. Dabei versucht er, seine Tipps, Anweisungen und motivierenden Worte in kurze und einfache Sätze zu verpacken, da eine Auszeit nur eine Minute dauert. Ein weiterer Punkt, auf den geachtet werden sollte ist, dass man sachlich bleibt. Ein Trainer, der sich und seine Emotionen während eines Timeouts nicht unter Kontrolle hat, sollte dann auch keine nehmen. Diese wertvolle Minute sollte optimal genutzt werden um positiven Einfluss auf das Spiel zu nehmen und nicht um sich den Frust von der Seele zu brüllen. Außerdem sollten nicht zu viele Informationen vermittelt werden.

Das umschalten von Spielgeschehen auf Auszeit dauert einige Sekunden und selbst dann sind die Spieler durch die Erschöpfung nicht gerade hochkonzentriert. Zwei bis drei Anweisungen sind vollkommen ausreichend und zeigen mehr Wirkung als eine hochkomplexe Ansprache, bei der jeder Spieler nur mit halbem Ohr hingehört hat. Spieler, die etwas zur Auszeit beitragen möchten können gerne angehört werden, es sollte jedoch beachtet werden, dass immer nur einer redet und die Worte des Trainers primäre Wichtigkeit haben. Ein weiterer wichtiger Punkt, den jedes Team verinnerlichen sollte, ist das Aufstehen und frei machen der Sitzplätze für die fünf Spieler, die gerade auf dem Feld waren.

Es kann nicht sein, dass Spieler, die gerade gespielt haben, am Rand der Bank stehen und kaum mitbekommen, was der Trainer eigentlich sagt. Die Anweisungen und taktischen Umstellung resultieren primär aus dem, was die fünf Spieler auf dem Feld abliefern und deshalb sollten sie in der Auszeit einen zentralen Platz auf der Bank bekommen. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht wichtig ist ob die Auswechselspieler zuhören oder nicht. Gerade sie sollten aufmerksam zu hören, um im Falle einer Einwechslung sofort anknüpfen zu können.

Wann nimmt man eine Auszeit?

Auszeiten werden natürlich immer dann genommen, wenn das Spiel nicht gut läuft. Sie können jedoch auch gezielt eingesetzt werden, um einen Lauf des Gegners zu stoppen oder einen bestimmten Spielzug oder eine bestimmte Verteidigungsart für die letzten Sekunden zu besprechen. Auszeiten können auch als kleine Pausen genutzt werden, wenn man einmal mit nicht allzu viele Spieler im Kader hat.

12. Juni 2014 um 22:41

Teamgeist

Ein guter Teamgeist ist das A und das O für eine funktionierende Mannschaft. Es ist die Voraussetzung schlechthin, um als Team überhaupt bestehen zu bleiben. Eine Mannschaft ohne Teamgeist wird nicht wachsen und Erfolge verzeichnen, sondern sich nach und nach auflösen.

Durch was zeichnet sich ein guter Teamgeist aus?

Das deutlichste und offensichtlichste Anzeichen für einen guten Teamgeist, ist ein üppiger und regelmäßiger Trainingsbesuch. Jeder kennt es, wenn vom Alltag total geschafft und müde ist und sich nur schwer motivieren kann abends nochmal loszugehen um das Training zu besuchen. Doch ist das Training nicht nur mit Anstrengung und ausschließlichem Verbessern der Leistung verbunden, sondern auch mit Spaß, guter Stimmung und Freude daran seine Teamkollegen zu sehen, so fällt es einem ziemlich leicht, sich selbst nach einem anstrengenden Tag nochmals aufzuraffen.
Ein weiteres Anzeichen für ein gutes Klima innerhalb einer Mannschaft ist der Zusammenhalt in Zeiten, in denen es nicht gut läuft. Hat man einige Spiele verloren und das nächste Auswärtsspiel mit etwas längerer Anfahrt steht an und es kommen trotzdem alle Spieler, so weiß man als Trainer, dass man alles richtig gemacht hat.

Förderung des Teamgeistes

Die Förderung des Teamgeistes ist Job des Trainers. Es ist seine Aufgabe für Harmonie und positives Miteinander innerhalb der Mannschaft zu sorgen, denn das ist ein Grundstein für den Erfolg eines jeden Basketballteams. Doch wie macht man das?

Eine Möglichkeit wäre die Durchführung von teambildenden Maßnahmen. Dazu gehören gemeinsame Unternehmungen außerhalb des bisher vorherrschenden Rahmens. Zusammen essen gehen oder sich ein professionelles Basketballspiel ansehen sind nur wenige der vielen Möglichkeiten die man hat, wenn es darum geht eine Bindung zwischen Menschen zu schaffen, die das gemeinsame Hobby teilen.

Der Trainer sollte ebenfalls darauf achten, dass Spieler die neu ins Team kommen nicht ausgeschlossen werden. Eine Mannschaft sollte immer offen sein für neue Teamkollegen, die frischen Wind und neue Komponenten in das Gemeinschaftsgefüge mit einbringen können. Denn Stillstand ist Rückschritt und es sollte das Ziel eines jeden Trainers sein, seiner Mannschaft zu vermitteln, dass es immer eine Möglichkeit gibt etwas noch besser zu machen.

5. Juni 2014 um 22:39

Schnelligkeit im Basketball

Schnelligkeit ist für einen Basketballer unabdingbar. Sie verhilft einem Spieler zu größerer Mobilität auf dem Spielfeld, was sich auf alle Aspekte des Spiels positiv auswirkt. Leider ist sie auch die Fähigkeit, die am schwersten zu trainieren ist und man ist zu großen Teilen auf die Vererbung angewiesen.

Schnelligkeit als Waffe für alles

Spieler, die über außergewöhnliche Schnelligkeitseigenschaften verfügen, haben es in jeder Hinsicht leichter. Die permanente Gefahr für den Verteidiger lässt ihn vorsichtig und mit Abstand verteidigen, was einem ermöglicht den Ball ohne Druck zu führen und das Spielgeschehen in Ruhe beobachten zu können.

Der Verteidiger eines schnellen Spielers wird spätestens beim zweiten oder dritten Mal, bei dem er geschlagen wird bemerken, dass er passiver verteidigen muss. Doch nicht nur in der Offense ist die Schnelligkeit eine Waffe, die sehr viel ausmacht. In der Verteidigung ermöglicht sie einem vom Doppeln bis zur bissigen eins gegen eins Verteidigung alle Möglichkeiten um auf den Gegner Druck auszuüben.
Mit Schnelligkeit können sogar Defizite wie mangelndes Ballhandling oder zum Beispiel eine schwächere linke Seite halbwegs kompensiert werden.

Schnelligkeit trainieren

Beim Training der Schnelligkeit kann vieles schief laufen und es kann sogar zur Leistungsminderung führen. Ausschlaggebend für die Schnelligkeit sind die Maximalkraft und die Schnellkraft. Problem dabei ist, dass bei überproportionaler Zunahme der Körpermasse die Schnelligkeit erheblich darunter leidet. Deshalb empfiehlt sich für Basketballer ein Maximalkrafttraining in Kombination mit koordinativ-technischen Übungen. Dieses sogenannte intramuskuläre Koordinationstraining steigert die Kraft der Muskelfasern, da diese durch das Training besser zusammenarbeiten. Dadurch wird die Massezunahme verhindert, aber trotzdem eine Kraftzunahme bewirkt.

Beim Trainieren von Sprints ist es wichtig, dass die Belastungsreize maximal sind. Es bringt nichts die Sprints halbherzig durchzuführen oder so sie so oft zu wiederholen, dass man einfach nicht mehr mit höchster Geschwindigkeit rennen kann. Also lieber weniger Sprints mit Pausen, die es einem ermöglichen sich komplett zu regenerieren um beim nächsten Durchgang wieder 100% geben zu können. Der Körper passt sich genau an die Reize an, die man ihm gibt und deshalb kann falsches Schnelligkeitstraining den Sportler auch langsamer machen.

28. Mai 2014 um 22:36

Koordination im Basketball

Koordination spielt im Basketball eine erhebliche Rolle, denn sie ermöglicht den richtigen und korrekten Ablauf von Bewegungen. Ob es sich nun um einen Korbleger, einen Sprungwurf oder ein Dribbling handelt, das Niveau der persönlichen Koordination macht die Qualität der Bewegung aus. Doch im Basketball wird nicht zur sportartspezifische Koordination benötigt sondern auch allgemeine Koordination.

Allgemeine Koordination als Grundlage

Die allgemeinen koordinativen Fähigkeiten sind im Basketball unabdingbar. Ein Spieler, der zwei linke Hände und Füße hat wird es im Basketball wohl kaum weit bringen. Die Komplexität der Bewegungen und Techniken im Basketball ist zu hoch um sie ohne weitere Grundlagen zu erlernen. Im Umkehrschluss: Je vielseitiger die koordinative Grundausbildung eines Sportlers ist, desto leichter erlernt er die speziellen koordinativen Bewegungen des Basketballs.

Um eine gute allgemeine Koordination zu erlangen oder zu verbessern, macht es Sinn auch anderen sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Seilspringen ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sprung und Landung müssen gleichmäßig in perfektem Timing erfolgen um das Seil genau im richtigen Moment unter dem Körper durchziehen zu können. Das sollte vor Allem positive Auswirkungen auf das Rebounding und das Blocken haben, da es bei diesen Bewegungen neben der Sprungkraft auch auf das Timing ankommt. Das Gleichgewicht ist ebenfalls ein unterschätzter Faktor, der im Hinblick auf Verteidigung, Schrittfehler und Fehlpässe von enormer Wichtigkeit ist. Auch beim Wurf ist der Gleichgewichtssinn unabdingbar. Ohne Balance und Stabilität werden eher weniger Würfe ihr Ziel finden.

Sportartspezifische Koordination im Basketball

Ist man bereits mit guter Grundlagenkoordination gesegnet, kann man sich gleich an das Erlernen der sogenannten „Basketballmoves“ machen. Ob es sich nun um Wurfbewegungen, Crossover oder spezielle Pässe und Finten handelt, es ist immer gut sich die Bewegung anzuschauen. Ob das nun ein Video von einem NBA-Star im Internet ist oder ob der Trainer oder ein Mitspieler einem etwas zeigt, ist hierbei nicht von Belang.

Dadurch bekommt man eine grobe Vorstellung von der Bewegung und eine schemenhafte Ahnung von der Durchführung. Nun kommt es zum Lernprozess. Nur durch ausprobieren und stetiges Wiederholen der Bewegung, kann sie später auch erfolgreich im Spiel eingesetzt werden. Sich anzuschauen, wie ein Basketballprofi eine bestimmte Bewegung macht ist immer gut, doch letztendlich liegt es an den koordinativen Fähigkeiten und dem Trainingsfleiß es ihm nachzutun.

21. Mai 2014 um 22:34

Effektivität

Es gibt viele Theorien und Ansichten wie erfolgreicher Basketball am besten fabriziert wird. Doch man kann es sich auch unnötig kompliziert machen. Beim Basketball geht es darum, sich möglichst gute Wurfchancen zu erarbeiten und dem Gegner wenige gute Würfe zu ermöglichen. Nüchtern betrachtet und in der Theorie hört sich das leicht an, doch dem ist nicht immer so.

Geduld

Gute Wurfchancen sind oft durch geduldiges Passen und Lauern auf einen Fehler der gegnerischen Verteidigung zu erreichen. Doch das ist nicht immer der Fall. Trainer die predigen, dass Systeme durchgelaufen werden müssen und erst der finale Pass zum Korbversuch genutzt werden darf, verstehen wenig von ihrem Handwerk. Ein System, Spielzug oder sonstige Formen von Zusammenspiel sollte nur so lange durchgeführt werden, bis sich ein freier Wurf oder eine Lücke zum Penetrieren ergibt. Wieso den Dreier nicht werfen wenn er frei ist? Wieso die Lücke nicht attackieren um mehrere Spieler auf sich zu ziehen und dadurch einen freien Mann zu finden?

Die Dinge sollten nicht verkompliziert werden. „Keep it simple“ ist das Motto des Erfolgs. Ist es jedoch aufgrund von konsequenter und konzentrierter Defense nicht möglich zu leichten Würfen zu kommen, so ist es wichtig die Würfe nicht zu erzwingen und den einen oder anderen Pass mehr zu spielen. Doch grundsätzlich gilt, wenn man frei ist wirft man, denn freier wird man nicht. Doch es ist jederzeit darauf zu achten, dass man mit Selbstvertrauen agiert und bei einem Wurf nicht von einem Versuch sondern von einem Treffer ausgeht. Um mit dieser Selbstsicherheit agieren zu können und dadurch so effektiv wie möglich zu sein, sollte man sich auf seine Stärken verlassen.

Stärken ausspielen

Im Spiel sollte man sich grundlegend auf die Sachen verlassen, die man kann. Man wird während des Spiels nicht plötzlich etwas Neues beherrschen. Wenn man vorhat neue Facetten in sein Spiel einzubauen sollte das im Training erprobt werden. Während des Spieles sollte man das unterlassen, um seine Wurfquote so hoch wie möglich zu halten. Dinge die im Training gut klappen sollten im Spiel primär angewendet werden und erst wenn das fehlschlägt, können andere Taktiken ins Visier genommen werden.

14. Mai 2014 um 22:32

Die Verteilung der Spielzeit

Eine weitere Aufgabe des Trainers ist die Verteilung der Spielzeit. Doch wie wird sie gerecht aufgeteilt und wer darf von Beginn an auf dem Platz stehen? Diese Problematik führt nicht selten zu Konflikten und kann schlechte Stimmung und unzufriedene Spieler zur Folge haben. Um das zu verhindern sollte man als Trainer einiges beachten.

Festlegung von Zielen

Zu Beginn einer jeden Saison sollte sich ein Team im Klaren werden, was es erreichen will und warum es zusammen Basketball spielt. Geht es vorrangig um den Spaß, sollen sich die Spieler individuell weiter entwickeln oder geht es um den Aufstieg oder das Gewinnen einer Meisterschaft. Ein Trainer sollte das im Voraus mit seinem Team abklären, um während der Saison seine Einwechslungen und sonstigen Entscheidungen plausibel erklären zu können. Ein Trainer der seine Glaubwürdigkeit verliert und keine klare Linie fährt, verliert seine Autorität und seine Entscheidungen werden in Frage gestellt.

Funteams

Funteams, welche so gut wie keine Ambitionen haben sondern vorrangig wegen des Spaßes Basketball spielen, sollten beim Wechseln darauf achten, dass jeder seine Spielzeit bekommt. Sitzt ein Spieler nur auf der Bank, ist das demotivierend und da es in seinem Fall hauptsächlich um Spaß geht, wird er das wahrscheinlich nicht länger mitmachen. Der Trainer eines Funteams muss deshalb darauf achten, dass jeder seiner Spieler auch „Fun“ hat.

Teams mit Ambitionen

Bei Teams, die nicht ausschließlich auf den Spaßfaktor des Spiels aus sind, sondern auch gewinnen wollen, ist die Problematik ein wenig komplexer. Spieler, die effektiver und besser sind sollten logischerweise mehr spielen als andere. Doch was ist wenn gerade diese Talente im Training häufig fehlen? Sollten sie trotzdem mehr spielen als die Trainingsfleisigen, die immer mit 100% dabei sind? Um dieses Dilemma zu lösen müssen mehrere Faktoren beachtet werden. Gibt es Spieler die durch mehr Spielzeit den Platz eines Leistungsträgers einnehmen können? Ist dieser Spieler trotz seines unregelmäßigen Trainingsbesuchs unabdingbar für die Mannschaft und verhält er sich auch angemessen? Wie unzufrieden stimmt es die anderen Spieler, dass sie trotz höherem Trainingseinsatzes weniger spielen?
Wichtig ist es, dass ein Trainer das analysiert und dann aber eine klare Entscheidung fällt. Es gibt für ihn auch die Möglichkeit von Anfang an zu sagen, dass nur derjenige spielt, der ins Training kommt und es ihm egal ist ob der Erfolg des Teams darunter leidet. Meistens ist das jedoch nicht der Fall, da der Spruch „hard work beats talent“ in den meisten Fällen zutrifft.

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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